Biathlon im Skiclub Langenordnach
Auch wenn im Skiclub Langenordnach traditionell überwiegend Skilanglauf betrieben wurde, gab es über die Jahre hinweg auch bemerkenswerte Erfolge im Biathlon. Eine besonders erfolgreiche Biathlon-Ära begann mit Xaver Knöpfle und vor allem Hubert Schlegel. Während Xaver Knöpfle berufsbedingt früh aufhören musste, prägte Hubert Schlegel den Biathlonsport im Verein über viele Jahre hinweg.
Er wurde zu einer festen Größe in den Biathlonstaffeln des Skiverbands Schwarzwald (SVS) und erreichte 1981 den 4. Platz sowie 1982 den 3. Platz bei Deutschen Meisterschaften mit der SVS-Staffel. Ein besonderer Höhepunkt war seine Teilnahme an einem Weltcup in Pontresina. Hinzu kamen zahlreiche Bezirks-, Schwarzwald- und Baden-Württembergische Meistertitel sowie viele weitere Podestplätze.
Mit Michael Willmann folgte ein weiterer erfolgreicher Biathlet. Durch großes Trainingsengagement – unter anderem im Vereinstraining bei Werner Morath – erreichte er Meisterehren und wurde in die Sportförderkompanie der Bundeswehr in Fahl aufgenommen. Bei den Deutschen Meisterschaften 1977/78 in Hirschau belegte er mit der SVS-Schülerstaffel den 2. Platz und wurde im Einzellauf hervorragender Vierter. Auch in der Jugendklasse erzielte er starke Platzierungen und errang mehrere Meistertitel auf Bezirks- und Landesebene.
Sein Bruder Joachim Willmann begann 1979 mit dem Biathlon. Bereits im ersten Jahr erreichte er bei den Deutschen Meisterschaften einen 8. Platz im Einzellauf. Während seiner gesamten aktiven Laufbahn qualifizierte er sich für Deutsche Meisterschaften und war Mitglied des SVS-Kaders. Besonders bemerkenswert war seine Teilstreckenbestzeit 1982 in der zweiten SVS-Staffel.
Mit Magnus Hofmeier stellte der Skiclub einen weiteren erfolgreichen Biathleten, der zahlreiche Titel errang und Mitglied des ARGE Baden-Württemberg-Kaders war. Zeitweise starteten zudem Martin Wider (Saig/Lenzkirch) und Peter Simon (St. Märgen) für den SC Langenordnach.
Über viele Jahre wurde es anschließend ruhiger um den Biathlonsport im Verein. Doch vor rund 15 Jahren hielt Biathlon erneut Einzug beim Skiclub Langenordnach. Namen wie Timo Heizmann, Evi Walter, Celina Spee und Johannes Weiß stehen exemplarisch für diese Phase.
Möglich wurde dies durch eine vereinsübergreifende Initiative mit ihrem Stützpunkt bei der Skizunft Breitnau. Dort konnten Kinder zunächst mit Lasergewehren trainieren – eine ideale Möglichkeit, früh und spielerisch an den komplexen Sport herangeführt zu werden.
Mit zunehmendem Alter und Leistungsniveau verlagerte sich das Training an die großen Biathlonstützpunkte im Schwarzwald, insbesondere an den Notschrei und nach Schönwald-Weißenbach. Dort fanden auch die meisten Wettkämpfe statt, bei denen unsere Sportlerinnen und Sportler regelmäßig sehr erfolgreich abschnitten.
Ab der Klasse U12 wurde mit dem Luftgewehr geschossen, was das Training an offiziellen Biathlonanlagen wie Notschrei oder Schönwald zwingend erforderlich machte. Die langen Fahrtwege bedeuteten für Sportlerinnen und Sportler sowie für deren Eltern einen hohen zeitlichen Aufwand. Trotz der großen Begeisterung für diese anspruchsvolle Kombination aus Ausdauer und Präzision war es nicht immer einfach, den erforderlichen Trainingsumfang neben Schule und Alltag zu leisten.